Ramazzini ruft zum Tag des Migranten zu mehr Solidarität auf

Mehr Respekt für die Menschen aus Zentralamerika, die Guatemala auf ihrer Reise in Richtung Vereinigte Staaten durchqueren, forderte Álvaro Ramazzini, Vorsitzender der guatemaltekischen Bischofskonferenz, anlässlich des Tags des Migranten.

Ramazzini betonte, die Migranten dürften nicht nur als gute Einkommensquelle gesehen werden, sondern auch und vielmehr als Personen, die unserer Unterstützung und Solidarität bedürfen, denn auch wenn durch den Sturm Stan im vergangenen Jahr die Zahl der Migranten vorübergehend zurückgegangen ist (Infrastruktur ist zerstört und Schlepper verlangen deutlich höhere Prämien), so ist doch dieAnziehungskraft des amerikanischen Traums für viele ungebrochen. So empfängt das Haus der Migranten, eine gemeinnützige Organisation, im Jahr 15.000 Personen, die Mehrheit von ihnen junge und noch nicht volljährige Männer ohne Chancen auf Bildung oder Beruf in ihrem Heimatland.

Nach einer warmen Mahlzeit, einer Dusche, einer ruhigen Nacht und frischer Kleidung heisst es dann, den Weg über den Fluss Suchiate, der einen Teil der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala bildet, zu wagen und damit den Sprung in die Ungewissheit und Illegalität.

(Quelle: Claudia Acuña: Ramazzini llama a respetar a los migrantes, 4. Septemer 2006, El Periodico)

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